Hamburg Commercial Bank schließt Geschäftsjahr 2025 mit einem Ergebnis vor Steuern von 289 Mio. Euro ab
- Vorläufige Geschäftszahlen aus Februar bestätigt
HAMBURG – Die Hamburg Commercial Bank AG (HCOB) hat am Donnerstag ihr Mitte Februar vorgelegtes vorläufiges IFRS-Ergebnis vor Steuern von 289 (Vorjahr: 248) Mio. Euro sowie die weiteren Konzernzahlen für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt. Das verbesserte Vorsteuerergebnis wurde trotz des im Rahmen einer strategischen Geschäftsfokussierung bewusst reduzierten Bilanzvolumens sowie eines hohen negativen Einmaleffekts im Personalaufwand erzielt. Dazu trugen ein solides operatives Geschäft, konsequente Kostendisziplin sowie einmalige Erträge im Sonstigen betrieblichen Ergebnis bei. Die Bank hat ihre Strategieanpassung zum Jahresende erfolgreich implementiert und ihre kundenzentrierten Kerngeschäftsfelder für nachhaltiges robustes Ertragswachstum gestärkt. Zugleich wurden nicht mehr zum Kerngeschäft zählende Portfolios wertschonend und schneller als vorgesehen abgebaut.
Vorsteuerergebnis plus 17 % und über Plan – trotz negativem Einmaleffekt
Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich deutlich auf 289 (248) Mio. Euro, trotz eines hohen negativen Einmaleffekts aus dem Personalabbau. Maßgeblich dafür waren ein solider operativer Geschäftsverlauf sowie ein positives Sonstiges betriebliches Ergebnis, das im Vorjahr aufgrund von Einmaleffekten deutlich negativ ausfiel. Ohne Berücksichtigung von Einmaleffekten im Personalaufwand und im Sonstigen betrieblichen Ergebnis verringerte sich das Vorsteuerergebnis gegenüber Vorjahr um 11 % auf 314 (354) Mio. Euro, wobei der Rückgang im Jahr 2025 im Wesentlichen auf das bewusst reduzierte Kreditvolumen zurückzuführen ist. Das Konzernergebnis nach Steuern von 165 (228) Mio. Euro wurde durch Ertragsteuern in Höhe von 124 (20) Mio. Euro belastet, die von einem Aufwand aus latenten Steuern (104 Mio. Euro) dominiert wurden. Der Aufwand aus laufenden Steuern betrug 20 Mio. Euro.
NPL-Volumen minus 17 % – Rückläufige Bilanzsumme infolge Geschäftsfokussierung
Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen auf den Immobilienmärkten hat die HCOB das NPL-Volumen durch den konsequenten Abbau leistungsgestörter Engagements um 17 % auf 540 (31.12.2024: 650) Mio. Euro erfolgreich reduziert. Bei einem gleichzeitig reduzierten Kreditvolumen blieb die NPL-Quote bei 3,3 (31.12.2024: 3,3) %. Die Bank verfügt mit 275 (31.12.2024: 347) Mio. Euro weiterhin über einen komfortablen Risikovorsorgebestand zur Abfederung potenzieller adverser konjunktureller Entwicklungen.
Die Konzernbilanzsumme reduzierte sich wie erwartet und belief sich zum Jahresende auf 28,6 (33,6) Mrd. Euro. Der Rückgang war bedingt durch das eingestellte Neugeschäft in den nicht-strategischen Geschäftsbereichen, den Abbau der entsprechenden Portfolios, die Abwertung des US-Dollars sowie ein hohes Tilgungsniveau.
Im Einklang mit der Ausschüttungspolitik der HCOB, die eine Ziel-CET1-Quote von mindestens 16 % vorsieht, hat die Hauptversammlung eine Dividendenzahlung von 4,16 Euro je Aktie beschlossen. Unter Berücksichtigung dieser Ausschüttung belief sich die CET1‑Quote2 zum 31. Dezember 2025 auf 16,5 % (31.12.2024: 17,3 %) und lag damit weiterhin deutlich über den regulatorischen Anforderungen.
Kreditsegmente: Gesamtertrag nahezu auf Vorjahresniveau – Franchise-Neugeschäft stabil
Das gesamte Neugeschäft in den vier Kreditsegmenten lag ausschließlich infolge der eingestellten Aktivitäten in den nicht mehr strategischen Geschäftsfeldern bei 5,0 (6,1) Mrd. Euro. Das Franchise-bezogene Neugeschäft blieb mit 4,9 (4,9) Mrd. Euro stabil, trotz eines bewusst zurückhaltenden Neugeschäfts im Immobiliensegment in Deutschland und volumenmindernder Währungseffekte infolge eines schwächeren US-Dollars. Das durchschnittliche Segmentvermögen in den Kreditsegmenten verringerte sich von 19,3 Mrd. Euro (31.12.2024) auf 18,7 Mrd. Euro, gleichwohl konnte der Gesamtertrag mit 701 (714) Mio. Euro annährend auf Vorjahresniveau gehalten werden. Das Ergebnis nach Steuern lag in Summe bei 210 (235) Mio. Euro.
Ausblick
Aufgrund unserer soliden Ertragskraft und unseres klaren Fokus auf Kosteneffizienz prognostizieren wir für das Geschäftsjahr 2026 ein IFRS-Ergebnis vor Steuern von rund 300 Millionen Euro. Diese Prognose basiert auf der Annahme, dass der Nahostkonflikt nicht weiter eskaliert oder sich über einige Monate hinaus ausdehnt.
Weitere Informationen zum Geschäftsjahr 2025 finden Sie in unserer Pressemitteilung zu den vorläufigen Geschäftszahlen vom 12. Februar 2026 sowie auf unserer Website.
IFRS-Konzernergebnis für das Geschäftsjahr 2025
| (Mio. Euro) | 2025 | 2024 | Veränderung in % |
| Zinsüberschuss | 672 | 752 | -11 |
| Provisionsüberschuss | 28 | 26 | 8 |
| Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen | -3 | 2 | >-100 |
| Ergebnis aus FVPL-kategorisierten Finanzinstrumenten | 26 | -7 | >100 |
| Ergebnis aus Finanzanlagen | 7 | 7 | – |
| Ergebnis aus dem Abgang von AC-kategorisierten finanziellen Vermögenswerten | 13 | 3 | >100 |
| Gesamtertrag | 743 | 783 | -5 |
| Risikovorsorge | -109 | -95 | 15 |
| Gesamtertrag nach Risikovorsorge | 634 | 688 | -8 |
| Verwaltungsaufwand | -378 | -350 | 8 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 37 | -81 | >100 |
| Aufwand für Regulatorik, Einlagensicherung und Bankenverbände | -4 | -9 | -56 |
| Ergebnis vor Steuern | 289 | 248 | 17 |
| Ertragsteuern | -124 | -20 | >100 |
| Konzernergebnis | 165 | 228 | -28 |
| Den Hamburg Commercial Bank-Aktionären zurechenbares Konzernergebnis | 165 | 228 | -28 |
| Weitere Kennzahlen des Konzerns | 31.12.2025 | 31.12.2024 |
| Bilanzsumme (in Mrd. €) | 28,6 | 33,6 |
| Risikoaktiva (RWA, in Mrd. €) | 13,1 | 18,2 |
| CET1-Kapitalquote2 (in %) | 16,5 | 17,3 |
| Gesamtkapitalquote2 (in %) | 21,2 | 22,4 |
| Return on Equity (RoE) nach Steuern1 (in %) | 4,5 | 6,2 |
| Leverage Ratio2 (in %) | 7,3 | 9,0 |
| Liquidity Coverage Ratio (in %) | 204 | 216 |
| Net Stable Funding Ratio (in %) | 119 | 116 |
| Mitarbeitende (VAK) | 868 | 934 |
1) RoE nach Steuern basiert auf bilanziellem Eigenkapital zum Jahresbeginn abzüglich Dividende | 2) Die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2025, mit Auszahlung in 2026, wurde bereits mindernd im harten Kernkapital berücksichtigt.
Über die Hamburg Commercial Bank:
Die Hamburg Commercial Bank AG (HCOB) ist eine private Geschäftsbank mit Sitz in Hamburg, die auf individuelle Finanzierungslösungen für deutsche und europäische Unternehmen spezialisiert ist. Sie verfügt zudem über eine starke Position in der auf Deutschland ausgerichteten Immobilienfinanzierung, ist ein etablierter Projektfinanzierer in Europa und ein verlässlicher Partner der Schifffahrtsindustrie. Effiziente und sichere Zahlungsverkehrs-Services sowie innovative Lösungen für den Außenhandel ergänzen das Leistungsangebot. Die Bank orientiert sich an etablierten ESG-Kriterien und ist an mehreren Standorten in Deutschland sowie in Amsterdam, London, Luxemburg und Piräus vertreten. Unter der Marke ‚Hamburg Direct Bank‘ bietet die HCOB Tages- und Festgeldanlagen für Privatkunden an. Weitere Informationen unter www.hcob-bank.com.
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